Egosurfing: Haben Sie sich in letzter Zeit gegoogelt?

Der Begriff „Egosurfing“ setzt sich dem lateinischen Wort „ego“ für „ich“ und „Surfing“ zusammen. Gemeint ist damit das Suchen der eigenen Person im Internet über verschiedene Suchmaschinen. Meist möchte der oder die Suchende dabei feststellen, welche Informationen über die eigene Person im World Wide Web kursieren – und das mit gutem Grund.

Die Informationen, die mit Hilfe einer simplen Suchanfrage bei Google und Co. aufgetan werden, können unter Umständen über Erfolg oder Misserfolg im Berufs- oder Privatleben entscheiden.

 Im ungünstigsten Fall können im Netz auffindbare private Informationen sogar ein Sicherheitsrisiko darstellen.

Nehmen Sie sich einmal ein paar Minuten Zeit, um Google,Bing und Co. nach Ihrem Namen zu fragen. Setzen Sie Ihren Namen bei der Suche in Anführungszeichen und lassen Sie auch keine Variationen außer Acht, so zum Beispiel Spitznamen oder abgekürzte zweite Vornamen. Die Ergebnisse werden Sie vielleicht überraschen.
Es ist nicht unwahrscheinlich, dass Ihre Profile bei FacebookLinkedIn oder Xing ganz oben in den Ergebnislisten erscheinen. Sie sollten genau überprüfen, ob darüber unerwünschte Informationen öffentlich einsehbar sind. Falls ja, ist eine Überarbeitung Ihrer Privatsphäre-Einstellungen auf den betreffenden Seiten dringend notwendig.

Die nächsten Treffer zu Ihrem Namen gehören vermutlich zu Telefonbüchern und anderen Diensten, die sich auf öffentlich verfügbare Personendaten spezialisiert haben und diese mitunter verkaufen. Auch hier sollten Sie überprüfen, welche Informationen öffentlich verfügbar sind, und wie Sie Ihre Informationen gegebenenfalls entfernen können. 

Abgesehen von diversen Profilen zu Ihrem Namen finden Sie über Google auch verschiedene Erwähnungen Ihres Namens in unterschiedlichen Zusammenhängen. Vielleicht haben Sie an einem Altstadtlauf teilgenommen, einen Leserbrief verfasst oder wurden auf andere Weise in einer Zeitung zitiert. Möglicherweise haben Sie auf News-Portalen Kommentare unter Ihrem Klarnamen verfasst oder Bilder gepostet, die in Kombination mit Ihrem Namen beim Googeln zu finden sind.
Im Idealfall sehen dabei nichts, was potentielle Arbeitgeber, Kollegen oder Partner nicht sehen sollten. Doch das ist nicht immer der Fall. 
Ein Beispiel: Wer heute motiviert und qualifiziert den Universitätsabschluss erlangt und ins Berufsleben starten will, war vor nur 10-12 Jahren vielleicht noch ein impulsiver Jugendlicher. Und dieser Teenager verfügte höchstwahrscheinlich über einen Internetzugang und damit über die Möglichkeit, unreflektiert Dinge im Netz zu veröffentlichen. Im ungünstigsten Fall können solcherlei Jugendsünden berufliche Chancen kosten.
 
Doch nicht alle Suchergebnisse zu Ihrem Namen betreffen auch wirklich Sie. Selbst wenn Sie einen recht ungewöhnlichen Namen haben, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass Sie auch Ergebnisse eines Namensvetters finden. Das ist kein großes Problem, es sei denn diese Person hat fragwürdige Dinge getan, mit denen Sie keinesfalls in Verbindung gebracht werden wollen.

Vom Egosurfing zum Reputationsmanagement

Wie Sie sehen, ist das Egosurfing viel mehr als nur ein Mittel, die eigene Neugier oder Eitelkeit zu befriedigen. Stattdessen stellt es den ersten und wichtigsten Schritt eines wirksamen Reputationsmanagements dar. Um zu steuern, welche Informationen über Sie im Internet kursieren, müssen Sie sich schließlich erst einmal einen Überblick über die Lage verschaffen.
 
Wie möchten Sie gesehen werden bzw. welches Bild möchten Sie online vermitteln? Und gefährden die durch Egosurfing ermittelten Treffer dieses Bild? Ist letzteres der Fall, sollten Sie aktiv werden. Viel erreichen Sie meist schon durch Anpassungen Ihrer Social-Media-Profile. Im Internet verfügbare Informationen, auf die Sie selbst keinen Zugriff haben, können eine größere Herausforderung darstellen.
 

Wenn Sie Ihr Online-Image dauerhaft unter Kontrolle behalten wollen, ist es jedenfalls mit einmaligem Egosurfing nicht getan. Zu einem wirksamen Reputationsmanagement gehört umfassendes und vor allem anhaltendes Online-Monitoring. Sie können sich jederzeit an das Expertenteam von corma wenden.

Für Fragen oder ein unverbindliches Angebot kontaktieren Sie uns bitte unter 0800-349 00 80 oder nutzen Sie unser .

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